Winterzeichen

aus “Winterzeichen” – © Iren Böhme

Der Winter lässt die Strukturen in der Natur klarer und reiner erscheinen. Der Schnee dämpft nicht nur die Geräusche unserer lauten Welt, das Weiß des Schnees schränkt auch ein, was visuell wahrzunehmen ist und lässt das Land so auch optisch still werden.
Iren Böhme hat in den letzten Jahren eine Reihe von Fotoserien geschaffen, die dies zum Ausgangspunkt und zum Thema haben: so sind in ihren Bildern Landschaften oder Ausschnitte von Landschaften in starker winterlicher Reduktion dargestellt.
Andere Fotografien zeigen Strukturen aus Pflanzenresten und Schatten, die wie Schriften erscheinen: nicht unbedingt verstehbar, aber bedeutungsvoll und schön in ihrer Zeichenhaftigkeit.

aus “Winterzeichen” – © Iren Böhme

Eine dritte Werkgruppe beschäftigt sich mit dem, was man das „geheime Leben des Eises“ nennen könnte:
Strukturen aus eingefrorenen Pflanzenteilen, Luftblasen und Rissen im Eis zugefrorener Seen. Diese erinnern in ihrer ganz eigenen Formenwelt an kosmische Strukturen: ferne Planeten oder Galaxien, gerade im Entstehen begriffene Spiralnebel etc

aus “Winterzeichen” – © Iren Böhme

Iren Böhmes Fotografien sind von einer leisen Art: manche stark zurückgenommen, fast spröde, andere sehr poetisch. Sie erzählen auf unaufdringliche Weise von der Schönheit der uns umgebenden Welt – einer Schönheit im Unscheinbaren, die sich manchmal erst auf den zweiten oder dritten Blick zeigt.

Iren Böhme, Jahrgang 1964 und von Beruf Architektin, ist passionierte Fotografin. In den letzten Jahren hat sie eine Reihe von Einzelausstellungen realisiert und beteiligt sich regelmäßig an Gruppenausstellungen. Seit 2014 ist sie Mitglied der Künstlergruppe Blaue Ampel.

www.iren-boehme.de

Fotoatelier am Schönen Berg
Mansteinstr. 16, 10961 Berlin

vom 01.12.2018 – 13.01.2019
Vernissage: Freitag, 30.11.2018 ab 19:00
Öffnungszeiten:
Sa und So 14-18 Uhr
(Weihnachtspause 22.12.2018 – 06.01.2019)

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